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In dieser Folge
- ca. 0:27 Macht Kartengebühren: Der Bundesrat wollte die Pflicht nicht. Jetzt legt er den Gesetzesentwurf vor.
- ca. 1:14 Ausland Microsoft bietet 60 000 Leuten Geld fürs Gehen. Was ein Schweizer Chef dabei darf
- ca. 2:11 Briefing Über 100 000 Angestellte mit Nebenjob sollen ins BVG. Die Arbeitgeber zahlen mit.
- ca. 3:12 Karriere Management Buy-in: Wie Manager in der Schweiz Unternehmer werden
- ca. 3:34 Ausland Plus 80 Prozent: Frankreich wird auf dem Papier Uhrenmarkt Nummer 2. Der Zoll widerspricht.
Heute auf Leitgrad
- 07:00 500 Prozent mehr Betrug bis 2024: Brüssel eröffnet Verfahren gegen Booking.com
- 08:30 Amazon bremst das Token-Wettrennen. Was Chefs messen sollten, wenn ihr Team KI nutzt
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Guten Morgen, hier ist Merag. Das ist das Leitgrad-Briefing. Heute ist Freitag, der 30. Oktober. Das sind die Themen. Händler sollen bald sehen, wohin ihre Kartengebühr fliesst, und Microsoft bezahlt Zehntausende fürs Gehen. Später heute das grosse China-Thema zur Unterzeichnung in Peking, mit Stimmen vom Chefunterhändler des Bundes bis zum Swissmem-Präsidenten.
Wer in der Schweiz Kartenzahlungen annimmt, soll künftig sehen, wohin seine Gebühr fliesst. Der Bundesrat hat am achtundzwanzigsten Oktober eine Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb in die Vernehmlassung geschickt. Zahlungsdienstleister sollen Händlern die gesamte Händlergebühr sowie die darin enthaltene Interbankengebühr und Lizenzgebühr des Zahlungssystems einzeln ausweisen, vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit. Der Bundesrat hatte die Motion im Jahr zweitausendfünfundzwanzig abgelehnt, das Parlament hat sie ihm aufgetragen. Über alle Zahlungen im Inland laufen inzwischen einundsiebzig Komma fünf Prozent der Transaktionen über Karte oder Handy. Händler können ihren Anbieter schon heute fragen, wie sich ihr Satz zusammensetzt.
Von der Gebühr, die man nicht sieht, zur Prämie, die man sehr wohl sieht: Microsoft legt Geld auf den Tisch, damit Leute gehen. Microsoft bietet rund sechzigtausend Angestellten in den USA, Kanada, Grossbritannien und Indien eine Entschädigung, wenn sie freiwillig gehen. Das ist mehr als ein Viertel der Belegschaft. Laut Reuters will der Konzern Fixkosten senken, um mehr Geld in Rechenzentren zu stecken. Microsoft selbst begründet das Angebot mit mehr Flexibilität. In der Schweiz wäre ein solches Angebot ein Aufhebungsvertrag und grundsätzlich erlaubt. Bei grösserem Abbau gelten trotzdem die Regeln zur Massenentlassung, ab zweihundertfünfzig Mitarbeitenden und dreissig Entlassungen auch die Pflicht zum Sozialplan. Für die Mitarbeitenden kann freiwilliges Gehen Einstelltage bei der Arbeitslosenkasse bedeuten. Steuerlich günstiger wird ein Teil der Abgangsentschädigung nur ab fünfundfünfzig und mit Vorsorgelücke.
Wer geht, nimmt seine Pensionskasse mit. Wer nebenbei arbeitet, hatte dort bisher oft gar keine, und genau das soll sich ändern. Der Bundesrat will den Nebenjob in die zweite Säule holen. Heute muss ein Arbeitgeber eine Person nicht obligatorisch versichern, wenn sie im Hauptberuf schon versichert ist. Diese Ausnahme soll für Angestellte fallen. Dann ist jede Anstellung obligatorisch versichert, deren Lohn über der Eintrittsschwelle liegt, heute zweiundzwanzigtausendsechshundertachtzig Franken, ab zweitausendsiebenundzwanzig dreiundzwanzigtausendvierzig Franken. Betroffen wären laut Bund rund hundertfünftausend Versicherte. Die Altersgutschriften stiegen um rund hundertsiebzig Millionen Franken im Jahr. Nach Gesetz muss jeder Arbeitgeber insgesamt mindestens gleich viel einzahlen wie seine Angestellten zusammen. Die Vernehmlassung läuft bis zum siebzehnten Februar zweitausendsiebenundzwanzig, in Kraft treten soll die Regel am ersten Januar zweitausendachtundzwanzig.
Vom Nebenjob zum ganz grossen Schritt: Immer mehr Kaderleute werden nicht befördert, sondern kaufen sich ein. Ein Viertel der Schweizer Firmenübergaben soll an Manager von aussen gehen, als Management Buy-in. Finanziert wird meist mit 20 bis 40 Prozent Eigenmitteln und einem Bankkredit. Die wichtigste Frage für Käufer: Kann die Firma ihre eigene Übernahme bezahlen?
Zum Schluss ein Boom, der vor allem auf dem Papier stattfindet. Laut Aussenhandelsstatistik stiegen die Uhrenexporte nach Frankreich von Januar bis September zweitausendsechsundzwanzig um achtzig Prozent auf knapp eins Komma sieben Milliarden Franken. Auf dem Papier ist Frankreich damit der zweitwichtigste Absatzmarkt hinter den USA. Gleichzeitig brachen Spanien, Belgien und die Niederlande ein. Der Grund ist laut SRF vor allem eine geänderte Deklaration: Mindestens ein grosser Hersteller gibt auf den Zollpapieren Frankreich an, wo die Ware nur zwischengelagert wird. Die Zollbehörden sind damit nicht einverstanden und rechnen mit einer Revision der Statistik.
Die Grafik des Tages. Management Buy-in: Wie Manager in der Schweiz Unternehmer werden
Und das kommt heute. Um 7 Uhr: 500 Prozent mehr Betrug bis 2024: Brüssel eröffnet Verfahren gegen Booking.com. Um halb 9: Amazon bremst das Token-Wettrennen. Was Chefs messen sollten, wenn ihr Team KI nutzt.
Alle Artikel und Quellen finden Sie auf leitgrad punkt c h. Das war das Leitgrad-Briefing. Einen guten Tag.
Für dieses Briefing setzen wir unter anderem KI ein, auch für meine Stimme. Die Inhalte stammen aus unseren Artikeln, jede Zahl mit Quelle.
Hinweis: Dieses Briefing wird automatisch aus Leitgrad-Artikeln erstellt und mit einer KI-Version der Stimme von Merag Shahzad gesprochen (ElevenLabs).