Ein Zürcher IoT-Startup geht an einen Familienkonzern aus dem Schwarzwald
VEGA Grieshaber aus Schiltach übernimmt das Zürcher IoT-Startup akenza. Die Marke bleibt, die Plattform wandert schrittweise nach Deutschland. Wieder wählt ein Schweizer Jungunternehmen den Verkauf statt Wachstumskapital.

Kurz gesagt: Der deutsche Messtechnikkonzern VEGA Grieshaber übernimmt das Zürcher IoT-Startup akenza. VEGA ist ein Familienunternehmen aus Schiltach im Schwarzwald mit über 2800 Angestellten. Einen Preis nennen die Firmen nicht. Die Marke akenza bleibt, ihre Plattform wandert schrittweise ins Angebot von VEGA. Es ist ein weiteres Schweizer Jungunternehmen, das einen Käufer statt Wachstumskapital findet.
akenza verbindet Sensoren mit Software. Die Zürcher Firma betreibt eine offene Plattform, auf der Geräte und Systeme in Fabriken und Gebäuden ihre Daten austauschen. Nun gehört sie einem Sensorhersteller. VEGA Grieshaber übernimmt die akenza AG, wie Startupticker meldet. Der Familienkonzern aus Schiltach baut Messgeräte für Füllstand und Druck, beschäftigt über 2800 Menschen und ist in mehr als 80 Ländern tätig.
Bekannt wurde akenza mit einem Projekt in der eigenen Stadt. 2020 entwickelte die Firma mit dem Elektrizitätswerk ewz und Microsoft eine Plattform für das Internet der Dinge der Stadt Zürich (Microsoft).
Was sich für akenza ändert
Die Marke bleibt, die Kunden auch. Die Plattform soll aber schrittweise ins Angebot von VEGA wandern. Co-Chef Jonas Schmid sagt, VEGA bringe die weltweite Reichweite, um akenza auf eine neue Stufe zu heben. Isabel Grieshaber, geschäftsführende Gesellschafterin von VEGA, spricht von einem wichtigen Schritt, um die Lücke zwischen Messen und Entscheiden zu schliessen.
Warum Schweizer Startups so oft verkauft werden
Der Fall passt in ein Muster. Nur 13 Prozent des Wachstumskapitals für Schweizer Scale-ups kamen 2025 aus der Schweiz. Wer wachsen will, braucht Geld aus dem Ausland oder einen Käufer. 2025 kaufte der japanische Konzern Taiho die ETH- und PSI-Ausgründung Araris, für 400 Millionen Dollar bei Abschluss. Bei akenza ist es ein deutscher Familienbetrieb. Das Wissen bleibt vorerst in Zürich. Entschieden wird künftig im Schwarzwald.
Wie Schweizer Scale-ups mit diesem Dilemma umgehen, zeigt unsere Analyse Der Umsatz ist im Ausland, die Leute sind hier.
Häufige Fragen
Wer übernimmt akenza?
Der deutsche Messtechnikkonzern VEGA Grieshaber aus Schiltach im Schwarzwald, ein Familienunternehmen mit über 2800 Angestellten. Der Preis ist nicht bekannt.
Was macht akenza?
akenza betreibt eine offene IoT-Plattform, die Sensoren, Geräte und Systeme in Industrie und Gebäuden verbindet. 2020 baute die Firma mit ewz und Microsoft eine IoT-Plattform für die Stadt Zürich.
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