Challenger · 2 min ·

Schweizer Gründer geben Bern die Note 8,2. Deutschland bekommt 3,7

68 Prozent der Schweizer Gründer würden wieder hier gründen, die WIPO setzt die Schweiz zum 16. Mal auf Rang 1. Doch unter den 100 wertvollsten Deep-Tech-Startups der Welt ist kein Schweizer.

Zufrieden, aber klein. Wachstum der Deep-Tech-Szene seit 2020: Estland plus 300 Prozent, Schweiz plus 60 Prozent.

Kurz gesagt: Schweizer Gründer sind mit dem Staat so zufrieden wie kaum irgendwo. In einer Umfrage von Stripe geben sie dem Umgang mit Behörden die Note 8,2 von 10, Deutschland kommt auf 3,7. 68 Prozent würden wieder in der Schweiz gründen. Die WIPO setzt die Schweiz zum 16. Mal in Folge auf Rang 1 der Innovationsländer. Doch beim Wachsen hapert es: Unter den 100 wertvollsten Deep-Tech-Startups der Welt ist kein Schweizer.

Gründen ist in der Schweiz kein Kampf mit dem Amt. Das zeigt eine Umfrage von Stripe Economics, die Startupticker zusammenfasst. Auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten Schweizer Gründer den Umgang mit dem Staat mit 8,2. Die USA kommen auf 7,6, Deutschland auf 3,7. Am meisten stören Steuern und Lohnadministration.

68 Prozent der Schweizer Gründer würden ihre Firma wieder hier gründen. In Schweden sind es 47 Prozent, in den USA 85. Und im Global Innovation Index der Weltorganisation für geistiges Eigentum WIPO steht die Schweiz zum 16. Mal in Folge zuoberst, vor Schweden und den USA.

Wo die Schweiz zurückfällt

Die guten Noten gelten für den Start. Beim Wachsen sieht es anders aus. Im Verhältnis zur Bevölkerung hat die Schweiz viele Deep-Tech-Firmen mit Wagniskapital. Seit 2020 ist diese Szene aber nur um 60 Prozent gewachsen, die estnische um 300 Prozent. Unter den 100 wertvollsten Deep-Tech-Startups der Welt findet sich kein einziges aus der Schweiz, wohl aber Firmen aus Dänemark und den Niederlanden (Startupticker).

Zufrieden, aber klein. Wachstum der Deep-Tech-Szene seit 2020: Estland plus 300 Prozent, Schweiz plus 60 Prozent.
Quelle: Startupticker. Grafik: Leitgrad

Die Grafik vergleicht das Wachstum der Deep-Tech-Szene seit 2020. Estland wuchs fünfmal so schnell wie die Schweiz. Das kleine Land im Baltikum hat sich mit digitalen Behörden und einer starken Gründerszene einen Namen gemacht.

Woran es hier fehlt, haben wir schon mehrfach gezeigt. Nur 13 Prozent des Wachstumskapitals für Schweizer Scale-ups kommen aus der Schweiz. Wer gross werden will, holt das Geld in New York, London oder Kopenhagen, und oft folgen Umsatz und Management. Wie das aussieht, steht in Scale-ups: Der Umsatz ist im Ausland, die Leute sind hier.

Gegründet wird trotzdem so viel wie nie. 2025 gab es einen Rekord bei den Gründungen und bei den Konkursen. Die Schweiz ist ein guter Ort, um anzufangen. Ein guter Ort, um gross zu werden, muss sie erst noch werden.

Häufige Fragen

Ist die Schweiz ein guter Ort, um eine Firma zu gründen?

Laut einer Umfrage von Stripe Economics ja. Schweizer Gründer geben dem Umgang mit Behörden die Note 8,2 von 10. 68 Prozent würden wieder in der Schweiz gründen.

Welches Land ist im Global Innovation Index 2026 auf Platz 1?

Die Schweiz, zum 16. Mal in Folge. Dahinter folgen Schweden und die USA.

Gibt es Schweizer Firmen unter den wertvollsten Deep-Tech-Startups?

Nein. Unter den 100 wertvollsten Deep-Tech-Startups der Welt ist laut Startupticker kein Schweizer Unternehmen.

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