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In dieser Folge

  1. ca. 0:30 Nachfolge-Radar Ihre Firma ist so viel wert, wie sie ohne Sie läuft
  2. ca. 1:12 Briefing Revolut öffnet Kleinanlegern die Firmen vor dem Börsengang. Ob das in der Schweiz geht, ist offen.
  3. ca. 1:59 Wissen Ein KI-Review kostete Cloudflare 2,43 Dollar. Heute sind es 77 Cent
  4. ca. 2:53 Briefing Die Welt kommt auf 10 Prozent Solarstrom. Die Schweiz ist schon bei 17.
  5. ca. 3:41 Challenger Ohne Vakuum kein Chip. Inficon verkauft 42 Prozent mehr
  6. ca. 4:16 Challenger Nouscom will Krebs verhindern, bevor er entsteht. 135 Mio. Dollar finanzieren den Beweis
  7. ca. 5:08 Karriere Head of irgendwas: Was ein grosser Jobtitel wirklich wert ist
  8. ca. 5:31 Wissen Online-Casino in der Schweiz: Was legal ist, was gesperrt ist und was mit Gewinnen passiert

Heute auf Leitgrad

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Guten Morgen, hier ist Merag. Das ist das Leitgrad-Briefing. Heute ist Mittwoch, der 28. Oktober. Das sind die Themen. Würde Ihre Firma drei Monate ohne Sie laufen? Genau das prüfen Käufer. Dazu Revolut vor dem Börsengang, Cloudflares KI-Rechnung und jede vierte Kilowattstunde vom Dach. Später heute: das E-Auto als Stromspeicher und ein US-Startup, das Industrie-Röntgen im Abo vermietet.

Ihre Firma ist so viel wert, wie sie ohne Sie läuft. Eine amerikanische Unternehmerin bekam zwölf Millionen Dollar für ihre Firma geboten. Der Käufer sprang ab, weil alles an ihr hing. Sie dokumentierte alles und verkaufte rund fünf Jahre später für sechsundzwanzig Millionen. In der Schweiz sehen laut einer neuen Studie von UBS und der Universität St. Gallen sechsundsiebzig Prozent der KMU-Inhaber den Erfolg ihrer Firma stark an ihre Person gebunden. Käufer rechnen das ein, mit tieferem Preis oder einem Teil des Preises, der erst später fliesst. Der Tipp: der Drei-Monats-Test. Wie liefe Ihre Firma, wenn Sie drei Monate ausfielen?

Wer die eigene Firma behalten will, kann sich früher an fremden beteiligen. Revolut will das ab 2027 öffnen. Revolut plant eine Plattform, über die berechtigte Kunden ab 2027 in Tech-Firmen investieren können, bevor diese an die Börse gehen. Revolut Ventures soll als europäischer ELTIF-Fonds aufgesetzt werden. Wer mitmachen darf, wie viel man mindestens einsetzen muss und was es kostet, ist noch offen. Der Grund für das Angebot: Firmen bleiben länger privat, beim Börsengang sind sie im Median elf Jahre alt. In der Schweiz nutzen über eins Komma drei Millionen Menschen Revolut. Ob das Angebot hierher kommt, hat Revolut nicht gesagt. Ausländische Fonds brauchen für Privatanleger eine Genehmigung der Finma.

Was kostet eigentlich jede Antwort Ihrer KI? Cloudflare hat nachgerechnet und den Preis auf ein Drittel gedrückt. Cloudflare hat die Kosten seines internen KI-Prüfers für Programmcode um 68 Prozent gesenkt. Ein durchschnittliches Review kostet heute 77 Cent statt 2 Dollar 43. Die grösste Einzelersparnis kam vom Zwischenspeicher: Der feste Vorspann jeder Anfrage wird jetzt fast immer günstig aus dem Speicher gelesen, statt neu verarbeitet zu werden. Zusammen brachten die Wahl des Modells und des Rechenaufwands sogar noch mehr. Entscheidend ist der Qualitätstest: Die billigere Einstellung fand meist gleich viele wichtige Fehler, an einer Stelle aber nicht, und dort zahlt Cloudflare bewusst mehr. Für jedes Unternehmen, das KI nach Verbrauch bezahlt, lohnt sich darum ein Blick auf die Kosten pro erledigter Aufgabe.

Wer ein Firmendach hat, rechnet am besten mittags: Im Juli kam jede vierte Kilowattstunde vom Dach. Solarstrom liefert dieses Jahr fast sicher 10 Prozent des Stroms der Welt, berichtet die BBC. Die Schweiz ist weiter: Swissolar erwartet für 2026 rund 17 Prozent des Endverbrauchs, im Juli waren es etwa 27 Prozent. Trotzdem wurden 2025 erstmals seit 2017 weniger Anlagen verkauft. Der Grund liegt am Mittag. Wenn alle Dächer gleichzeitig liefern, bringt eingespeister Strom wenig: Im zweiten Quartal 2025 waren es im Schnitt 2,76 Rappen pro Kilowattstunde. Ein Haushalt zahlt 2027 rund 26,5 Rappen. Für KMU zählt deshalb vor allem der Eigenverbrauch. Ab 2027 richtet sich die Vergütung nach dem Marktpreis zur Stunde der Einspeisung.

Von der Sonne ins Vakuum: Ein Messgerätebauer aus Bad Ragaz meldet ein Rekordquartal. Inficon aus Bad Ragaz meldet das beste Quartal seiner Geschichte. Der Umsatz stieg im dritten Quartal auf zweihundertdreiunddreissig Millionen Dollar, zweiundvierzig Prozent mehr als vor einem Jahr. Treiber ist die Chipindustrie: Das Geschäft mit Halbleitern wuchs um fast fünfundsiebzig Prozent. China wächst fast siebenmal so schnell wie Europa. Inficon hebt die Jahresprognose auf achthundertzwanzig bis achthundertfünfzig Millionen Dollar.

Kein zugelassenes Produkt, kein Umsatz, trotzdem 120 Millionen Euro: Ein Basler Biotech zeigt, was Daten wert sind. Das Basler Biotech Nouscom hat 120 Millionen Euro eingesammelt, das sind 135 Millionen Dollar. Das Geld fliesst in eine einzige globale Studie für NOUS-209, eine Immuntherapie, die bei Menschen mit dem erblichen Lynch-Syndrom Krebs abfangen soll, bevor er entsteht. Bisher zeigt eine kleine Studie ohne Vergleichsgruppe, dass die Impfung sicher ist und das Immunsystem anspricht. Ob sie Krebs verhindert, ist nicht bewiesen, zugelassen ist sie nicht. Investoren zahlen also für Daten, nicht für Verkäufe, wie zuvor schon bei Alentis und Araris. Für Zulieferer in der Region Basel heisst das: Der Kunde zahlt aus Investorengeld, und seine Budgets hängen an Studienergebnissen.

Apropos Wert: Was ist ein Titel wie «Head of irgendwas» wirklich wert? Eine US-Studie rechnet nach. Ein grosser Jobtitel ist oft weniger wert, als er klingt. In den USA dient laut einer Studie fast ein Drittel der Managertitel knapp über einer Lohngrenze dazu, Überstunden zu sparen. Wer einen Titel prüft, sollte nach Budget, Team und Entscheidungsrecht fragen.

Zum Schluss etwas für den Feierabend: Welche Online-Casinos legal sind und wann der Gewinn steuerfrei bleibt. Sind Online-Casinos in der Schweiz legal? Ja, aber nur zehn, alle von Schweizer Spielbanken. Alles andere, auch Krypto-Casinos, steht auf der Sperrliste. Wer trotzdem dort spielt, macht sich nicht strafbar, verliert aber den Spielerschutz und muss Gewinne voll versteuern. Leitgrad beantwortet die wichtigsten Fragen.

Die Grafik des Tages. Im Juli kam in der Schweiz rund jede vierte Kilowattstunde vom Dach.

Und das kommt heute. Um 7 Uhr: Das E-Auto darf Strom ins Netz zurückgeben. Bezahlt macht es sich noch selten. Um halb 9: Chinas KI-Blase soll geplatzt sein. Geplatzt ist ein kurzer Rausch.

Alle Artikel und Quellen finden Sie auf leitgrad punkt c h. Das war das Leitgrad-Briefing. Einen guten Tag.

Für dieses Briefing setzen wir unter anderem KI ein, auch für meine Stimme. Die Inhalte stammen aus unseren Artikeln, jede Zahl mit Quelle.

Hinweis: Dieses Briefing wird automatisch aus Leitgrad-Artikeln erstellt und mit einer KI-Version der Stimme von Merag Shahzad gesprochen (ElevenLabs).