Spotify Apple Podcasts Amazon Music YouTube YouTube Music RSS-Feed
In dieser Folge
- ca. 0:25 Macht Die UBS packt keine Kisten. Sie verhandelt.
- ca. 1:01 Karriere 68 000 Franken weniger Bonus. Was das CS-Urteil für Kader in KMU heisst
- ca. 1:39 Macht Aus zehn mach eins? Was die Migros am 27. Oktober ihren Kadern sagen könnte
- ca. 2:19 Gaststimmen Das Gespräch war herzlich. Der Auftrag kam nie.
- ca. 2:57 China Chinas Händler sagen in Minuten Ja. Und Ihre Firma?
Heute auf Leitgrad
- 07:00 Luzern zahlt 110 Millionen für Forschung. Die Eintrittskarte ist ein Prüfbericht
- 10:00 Die Technik hinter dem Schweizer Zahlungsverkehr geht auf drei Kontinente
Abschrift lesen
Guten Morgen, hier ist Merag. Das ist das Leitgrad-Briefing. Heute ist Montag, der 19. Oktober. Das sind die Themen. Diese Woche sah es so aus, als packe die UBS ihre Kisten bereits. Wir haben nachgelesen, was hinter den Schlagzeilen steht. Danach geht es um Boni, um die Migros, um Geschäfte im Nahen Osten und um Tempo in China.
Zieht die UBS weg? Diese Woche klang es danach. Das Wall Street Journal meldete Notfallpläne, die Financial Times schrieb, London habe um die Bank geworben. Im selben Bericht des Wall Street Journal steht aber auch: Konkrete Verhandlungen laufen nicht, formelle Schritte gibt es keine. Verhandelt wird über ein Gesetz. Die Summe, um die gestritten wird, ist in gut einem Jahr von rund 26 auf rund 16 Milliarden Dollar geschrumpft. Im Dezember entscheidet der Nationalrat. Woran man einen echten Wegzug erkennen würde, steht auf leitgrad.ch.
Bleiben wir bei den Banken. Für die früheren Kader der Credit Suisse ist das letzte Wort zu ihren Boni gefallen. Die Boni der früheren CS-Kader bleiben gestrichen. Das Bundesgericht hat entschieden: Der Bund durfte rund tausend Kaderleuten die ausstehenden Boni kürzen, im Schnitt um 68 000 Franken. Für Kader in KMU gilt dieses Gesetz nicht. Bei ihnen entscheidet das Obligationenrecht. Ein Bonus ist geschuldet, wenn er fest vereinbart ist oder nach einer Formel berechnet wird. Ab rund dem Fünffachen des Medianlohns bleibt er freiwillig. Den Bonusklausel-Check gibt es auf leitgrad.ch.
Vom Paradeplatz in den Detailhandel. Bei der Migros steht ein Termin im Kalender, der viele Lieferanten beschäftigt. Bei der Migros könnte bald aus zehn eins werden. Am 27. Oktober trifft Konzernchef Mario Irminger in Zürich-Oerlikon seine Topkader. Laut Inside Paradeplatz will er dort die Fusion der zehn Regionalgenossenschaften vorstellen. Die Migros sagt dazu nichts. Coop hat diesen Schritt schon 2001 gemacht. Für eine Fusion bräuchte es in den Regionen eine Urabstimmung mit Zweidrittelsmehr. Gleichzeitig bekommen die Angestellten ab Januar zehn Prozent Rabatt. Was das für Lieferanten heisst, steht auf leitgrad.ch.
Wer im Inland an einer Zentrale nicht weiterkommt, schaut ins Ausland. Unsere erste Gastautorin weiss, woran Schweizer Firmen im Nahen Osten scheitern. Schweizer KMU scheitern im Nahen Osten selten am Produkt, sondern an falschen Erwartungen. Rasha Oudeh, Gründerin der Global Match AG in Baar, hat in 35 Ländern Geschäfte aufgebaut und nennt fünf Hürden: die Region als einen Markt sehen, Swiss made überschätzen, Gastfreundschaft für eine Zusage halten, nur auf E-Mail setzen und Partner zu wenig prüfen. Vom ersten Treffen bis zum ersten Auftrag rechnet sie oft mit sechs bis zwölf Monaten.
Dann geht es um Tempo. Ich war dafür in Yiwu. In Yiwu klärt die Händlerin Farbe, Menge und Lieferzeit am Telefon, während der Kunde noch fragt. Chinesische Autohersteller entwickeln ein neues Modell in rund 18 Monaten, Renault brauchte für den Clio vier Jahre und liess den neuen Twingo deshalb in Shanghai entwickeln. Für Schweizer KMU heisst das: Das Ja gehört dorthin, wo der Kunde steht.
Die Grafik des Tages bleibt in China. Stellen Sie sich ein Zifferblatt vor, jeder Strich ist ein Monat. 350 Striche lang warteten acht Familien in Fuyang auf das Papier zu ihrer Wohnung. Vier Ämter waren je für ihren Teil zuständig, keines für das Ganze. Dann ging ein Rentner an den Geht-nicht-Schalter. Gut drei Monate später hatten alle berechtigten Haushalte ihre Urkunde. Die Grafik sehen Sie im Newsletter und auf leitgrad punkt c h.
Und das kommt heute. Um 7 Uhr: Luzern zahlt 110 Millionen für Forschung. Die Eintrittskarte ist ein Prüfbericht. Um 10 Uhr: Die Technik hinter dem Schweizer Zahlungsverkehr geht auf drei Kontinente.
Alle Artikel und Quellen finden Sie auf leitgrad punkt c h. Das war das Leitgrad-Briefing. Einen guten Tag.
Für dieses Briefing setzen wir unter anderem KI ein, auch für meine Stimme. Die Inhalte stammen aus unseren Artikeln, jede Zahl mit Quelle.
Hinweis: Dieses Briefing wird automatisch aus Leitgrad-Artikeln erstellt und mit einer KI-Version der Stimme von Merag Shahzad gesprochen (ElevenLabs).