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In dieser Folge
- ca. 0:37 Challenger Startup Nights 2026: Was KMU in Winterthur holen können
- ca. 1:11 Briefing Cyon schaltete über 100 000 Websites ab. Hostpoint patchte in 90 Minuten
- ca. 1:54 Challenger 18 Leute in Zürich entwerfen den Chip. Infineon bringt die Fabrik
- ca. 2:39 Karriere Anthropics Junior-Anteil fällt auf 9 Prozent. Die Lehre könnte zum Vorsprung werden
- ca. 3:50 Wissen Den Quantencomputer gibt es noch nicht. Die Frist heisst trotzdem 2029
Heute auf Leitgrad
- 07:00 63 000 Firmen zahlen ab 2027 nichts mehr für Radio und TV
- 08:30 Der Lernende griff in die Fräse. Verurteilt wurde der Berufsbildner
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Guten Morgen, hier ist Merag. Das ist das Leitgrad-Briefing. Heute ist Freitag, der 23. Oktober. Das sind die Themen. Gut die Hälfte des Publikums an den Startup Nights gehört zur Chefetage. Heute geht es darum, was KMU am fünften und sechsten November in Winterthur holen können. Danach um die Nacht, in der Cyon über hunderttausend Websites abschaltete, um einen Zürcher Quantenchip für Infineon, um weniger Junioren bei Anthropic und um eine Verschlüsselungsfrist, die schon zweitausendneunundzwanzig endet.
Am fünften und sechsten November finden in den Eulachhallen in Winterthur zum zehnten Mal die Startup Nights statt. Letztes Jahr kamen rund neuntausendfünfhundert Besucherinnen und Besucher, so viele wie nie. Laut Veranstalter gehört gut die Hälfte des Publikums zum C-Level oder zu den erfahrenen Entscheidern. Für KMU ist der Anlass damit eine Gelegenheit, neue Lösungen, Pilotprojekte und Partner zu finden. Es ist die letzte Ausgabe in Winterthur: Ab zweitausendsiebenundzwanzig ziehen die Startup Nights in die Messe Zürich.
Startups leben vom Motto «Move fast and break things». Ein Basler Hoster wählte am Mittwochabend die Schweizer Lesart: lieber alles anhalten, bevor etwas bricht. Nach den kritischen PHP-Lücken vom 21. Oktober hat der Basler Hoster Cyon in der Nacht alle Webhostings abgeschaltet, über 100 000 Websites. Hostpoint spielte das Update bis 17:30 Uhr ein, eineinhalb Stunden nach der Veröffentlichung. Auch die Universität Genf und der Kanton Basel-Stadt nahmen Websites vom Netz. Das Bundesamt für Cybersicherheit kennt bisher keine Angriffe in der Schweiz und rät, Systeme unverzüglich zu aktualisieren. Wer einen Shop hat, sollte die Bestellungen vom 21. und 22. Oktober prüfen.
Nach so viel Abschalten etwas, das hält: Ein Zürcher Startup fängt neun Ionen auf einem Chip ein, und Infineon will daraus Industrie machen. Ein Zürcher Startup mit 18 Mitarbeitenden arbeitet enger mit dem Halbleiterkonzern Infineon zusammen. Das Unternehmen heisst ZuriQ und stammt aus einem Labor der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Es hat einen Chip entworfen, auf dem neun Ionen in einem flachen Raster gefangen sind, festgehalten von einem starken Magnetfeld. Infineon bringt die Fertigung, die Verpackung der Chips und die Photonik ein, damit daraus Quantenhardware für die Industrie wird. Im Juli hat ZuriQ dafür 25,5 Millionen Dollar eingesammelt. Einen Zeitplan nennen die beiden Firmen nicht.
Chips entwerfen am Ende immer noch Menschen. Bleibt die Frage, wo die nächsten anfangen, wenn ausgerechnet eine KI-Firma immer weniger Junioren einstellt. Anthropic, die Firma hinter dem KI-Modell Claude, hat eigene Personaldaten veröffentlicht. Bei den technischen Neueinstellungen sank der Anteil der Junioren von 27 auf 9 Prozent, und seit März arbeiten die KI-Agenten der Firma zusammen mehr Stunden als die Menschen. Im Kanton Zürich haben im August 660 Jugendliche eine Lehre in einem Informatikberuf begonnen, knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr, an der Informatikmittelschule fehlt eine ganze Klasse. Der Branchenverband nennt als Grund die Nachfrage der Wirtschaft, nicht die künstliche Intelligenz. Für Lehrbetriebe zeigt eine Studie der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung: Eine Informatiklehre kostet über vier Jahre unter dem Strich nur rund zweitausenddreihundert Franken, und wer die Fachkraft danach behält, spart rund sechsundzwanzigtausend Franken. Was in Amerika als verdeckte Lehre verschwindet, ist in der Schweiz ein Vertrag, und genau darin liegt der Vorsprung.
Zum Schluss zurück zu den Quanten. Sie könnten eines Tages knacken, was heute verschlüsselt ist. Google und Cloudflare haben sich deshalb schon ein Jahr in den Kalender geschrieben: zweitausendneunundzwanzig. Die Umstellung auf eine Verschlüsselung, die auch künftige Quantencomputer nicht knacken, soll bis 2029 erledigt sein. Diese Frist haben sich Google und Cloudflare gesetzt, und Fachleute sprechen inzwischen von einem Konsens. In der Schweiz legt die Finanzmarktaufsicht den Banken bis Mitte 2027 einen Fahrplan nahe, erst acht Prozent der befragten Institute hatten einen. Für KMU ist ein Teil schon erledigt, wenn Browser, Server und Fernzugang aktuell sind. Offen sind vor allem Zertifikate, VPN und die Software der Lieferanten, und genau dort lohnt jetzt eine Nachfrage.
Die Grafik des Tages. Von 27 auf 9 Junioren pro 100 Bei Anthropic sank der Anteil der Junioren an den technischen Neueinstellungen von 27 auf 9 Prozent. In der Schweiz sichert die Lehre den Nachwuchs per Vertrag.
Und das kommt heute. Um 7 Uhr: 63 000 Firmen zahlen ab 2027 nichts mehr für Radio und TV. Um halb 9: Der Lernende griff in die Fräse. Verurteilt wurde der Berufsbildner.
Alle Artikel und Quellen finden Sie auf leitgrad punkt c h. Das war das Leitgrad-Briefing. Einen guten Tag.
Für dieses Briefing setzen wir unter anderem KI ein, auch für meine Stimme. Die Inhalte stammen aus unseren Artikeln, jede Zahl mit Quelle.
Hinweis: Dieses Briefing wird automatisch aus Leitgrad-Artikeln erstellt und mit einer KI-Version der Stimme von Merag Shahzad gesprochen (ElevenLabs).