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Briefing, Karriere · 15 min ·

Australiens Arbeitsbehörde erklärt, wie man für GTA 6 frei nimmt. In der Schweiz entscheidet der Chef

Australiens Arbeitsbehörde erklärt, welcher Urlaub für GTA 6 gilt: keiner. In der Schweiz bestimmt ohnehin der Arbeitgeber, wann Ferien bezogen werden. Die Milliarde Ausfall ist ein Mythos, die Lücke im Schichtplan nicht. Was KMU und Kader bis zum 19. November tun.

Hook-Bild: Krank wegen GTA 6? Sticker: 1 Mrd. Dollar Ausfall durchgestrichen, Mythos

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Kurz gesagt: GTA 6 erscheint am Donnerstag, 19. November 2026. Als bisher einzige Arbeitsbehörde hat sich Australiens Fair Work Ombudsman dazu geäussert: Für ein Videospiel gibt es keinen gesetzlichen Urlaub, wer frei will, soll den Antrag früh stellen. In der Schweiz gilt das erst recht, denn hier bestimmt der Arbeitgeber, wann Ferien bezogen werden. Die Zahl von einer Milliarde Dollar Ausfall in den USA ist nicht belegt. Belegt sind kleinere Effekte: mehr Ferienanträge, mehr ausgefallene Schichten bei früheren Spielstarts. In der Schweiz spielen 60 Prozent der 15- bis 75-Jährigen. Am stärksten trifft es Betriebe mit jungen Teams und Schichtarbeit: Gastgewerbe, Detailhandel, Logistik, Bau und IT. Wer jetzt Ferien plant und Gleitzeit erlaubt, ist vorbereitet. Einen Anspruch auf frei am Starttag gibt es nicht, und wer sich ohne Krankheit krankmeldet, verliert den Lohn.

«Es war lange im Ofen, aber ein Videospiel ist kein Kind.» Der Satz stammt nicht von einem Komiker, sondern von einer Bundesbehörde. Der Fair Work Ombudsman wacht in Australien über das Arbeitsrecht. Am 7. Oktober erklärte er auf Instagram in sechs Folien, welcher gesetzliche Urlaub für den Start von GTA 6 in Frage kommt. Die Antwort: keiner. Pflegeurlaub nicht, Freiwilligeneinsatz nicht, Elternurlaub schon gar nicht. Bleibt die Bitte an den Chef, verbunden mit einem freundlichen Rat: den Antrag lieber früher als später stellen. Rund 9500 Menschen gefiel das in drei Tagen, Gaming-Medien von IGN bis GameStar griffen es auf.

Damit nimmt erstmals eine Arbeitsbehörde den Spielstart ernst. Bis dahin gab es vor allem Scherze. «Ich glaube, viele werden sich am 19. November krankmelden.» Das sagte Strauss Zelnick im April, wie Upcomer berichtet. Zelnick ist Chef von Take-Two, dem Konzern hinter Grand Theft Auto. Er meinte es als Scherz. Seither kursiert eine Zahl: Eine Milliarde Dollar Produktivitätsverlust, 1,5 Millionen Amerikaner, die am Starttag fehlen. Sogar die Politik in Washington rechne damit, heisst es.

Leitgrad hat die Spur zurückverfolgt. Die Milliarde ist ein Mythos. Der 19. November bleibt trotzdem ein Datum, das Chefs in die Agenda schreiben sollten. In Canberra hat man das verstanden.

GTA 6 in der Schweiz: die Eckdaten

Erscheinungstermin Donnerstag, 19. November 2026
Plattformen PlayStation 5, Xbox Series X und S. Keine PC-Version angekündigt
Vorabdownload ab 12. November 2026 für Vorbesteller
Freischaltung voraussichtlich um Mitternacht, laut PlayStation Store. Von Rockstar nicht bestätigt
Preis 80 Franken (Standard-Version), im Handel ab rund 73 Franken. Die Box enthält nur einen Download-Code
Wer spielt 60 Prozent der 15- bis 75-Jährigen, rund 3,9 Millionen Menschen
Black Friday 27. November 2026, acht Tage nach dem Start

Stimmt es, dass die USA wegen GTA 6 mit Milliardenverlusten rechnen?

Nein. Es gibt keine Aussage von Kongress, Regierung, Bundesbehörden, Gouverneuren oder Bürgermeistern zu erwarteten Produktivitätsverlusten durch GTA 6. Was es gibt, sind Witze. Das Weisse Haus postete im Juni ein GTA-Cover mit Donald Trump und dem Satz «We saved America before GTA6», auch das Arbeitsministerium und Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. spielten mit dem Meme, wie Inven Global dokumentiert. Eine Prognose ist das nicht.

Die Milliarde selbst taucht erstmals im Juli 2025 in spanischen Medien auf, mit Bezug auf einen Ökonomen der Universität Pompeu Fabra in Barcelona. Ab August 2026 verbreiteten Fan-Konten und Gaming-Portale sie weiter. Eine Studie oder eine Berechnung hat niemand veröffentlicht, hält MercoPress fest. Die Zahl geht nicht einmal auf: 1,5 Millionen Fehlende mal rund 70 000 Dollar Wertschöpfung pro Kopf und Jahr ergeben pro Arbeitstag etwa 420 Millionen Dollar, nicht eine Milliarde.

Echt ist dagegen ein erstes Signal aus der Personalabteilung. Der US-Anbieter BambooHR zählt für den 19. November 9 bis 17 Prozent mehr Ferienanträge als an einem gewöhnlichen dritten Donnerstag im November, berichtet Money. Ob allein GTA dahintersteckt, lässt die Firma offen. Ein Bataillon der US Army gibt Soldaten, die sich wiederverpflichten, vier Tage frei, passend zum Spielstart.

Also alles nur ein PR-Gag? Nicht ganz. Die grossen Zahlen sind Marketing und Meme, befeuert auch vom Scherz des Take-Two-Chefs. Kleine, echte Effekte gibt es trotzdem.

Behauptung Stand
Eine Arbeitsbehörde äussert sich zum Spielstart belegt, Fair Work Ombudsman (Australien), 7. Oktober 2026, nur zu unbezahltem Urlaub
Washington rechnet mit Produktivitätsverlusten nicht belegt, nur Memes von Regierungskonten
1 Milliarde Dollar Verlust am Starttag nicht belegt, keine Studie, Rechnung geht nicht auf
1,5 Millionen Amerikaner fehlen nicht belegt
Take-Two-Chef erwartet viele Krankmeldungen belegt, als Scherz gesagt
Mehr Ferienanträge für den 19. November belegt, plus 9 bis 17 Prozent bei BambooHR (USA)
Mehr ausgefallene Schichten bei früheren Spielstarts belegt, Daten von Deputy

Welche Milliarde ist echt?

Die Milliarde, die sich belegen lässt, ist Umsatz. Grand Theft Auto V spielte 2013 am ersten Tag über 800 Millionen Dollar ein und nach drei Tagen eine Milliarde. Kein Unterhaltungsprodukt war bis dahin schneller, meldete Take-Two, wie Engadget berichtete. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2027, in das der Start von GTA 6 fällt, erwartet der Konzern Net Bookings von 8,0 bis 8,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es 6,72 Milliarden, ein Rekord. Das Marktforschungshaus Newzoo schätzt allein die Startwoche auf 3,25 bis 5,2 Milliarden Dollar, berichtet Game World Observer. Das ist eine Schätzung, keine Firmenangabe.

Für Schweizer Chefs ist das die nützlichere Zahl. Sie misst, wie gross die Lust auf das Spiel ist. In die Ausfallstatistik fliesst sie nicht.

Was zeigen frühere Spielstarts und Grossereignisse?

Die Effekte sind real, aber kleiner als die Schlagzeilen. Die Schichtplanungs-Software Deputy hat frühere Starts ausgewertet. Beim Start von Overwatch 2 stieg der Anteil nicht gearbeiteter Schichten von 12,5 auf 17,4 Prozent, am Tag davor, als der Vorabzugang begann, sogar auf 18 Prozent, so das HR-Fachmagazin HCA. Beim Rollenspiel Elden Ring, das an einem Freitag erschien, war kaum etwas messbar.

Bei Fussballturnieren ist es ähnlich. Französische Beschäftigte arbeiteten während WM- und EM-Monaten im Schnitt rund eine halbe Stunde weniger, zeigt eine Studie von 2017. In Grossbritannien stiegen die Krankmeldungen nach Spielen Englands an der WM 2026 nicht an, zeigen Daten von 185 000 Beschäftigten, über die The HR Director berichtet. Die bekannten Milliardenzahlen zum Super Bowl stammen aus Hochrechnungen von Beratungsfirmen: Anzahl Personen mal Stunden mal Lohn. Gemessen hat sie niemand.

Die Lehre: Über ein ganzes Land verteilt verschwindet ein Spielstart in der Statistik. In einem einzelnen Team, einer einzelnen Schicht kann er sehr wohl auffallen.

Grafik: Sechs von zehn Menschen in der Schweiz zwischen 15 und 75 spielen digitale Spiele, rund 3,9 Millionen. Auf PlayStation und Xbox sind fast 8 von 10 Nutzern Männer
Quelle: IGEM-Digimonitor 2026 und 2025. Grafik: Leitgrad

Müssen Schweizer Firmen wegen GTA 6 mit Ausfällen rechnen?

In abgeschwächter Form, ja. 60 Prozent der 15- bis 75-Jährigen spielen digitale Spiele, rund 3,9 Millionen Menschen, meldet der IGEM-Digimonitor 2026. 28 Prozent spielen auf einer Konsole. GTA 6 erscheint nur für PlayStation 5 und Xbox Series. Bei diesen Geräten sind laut IGEM fast 80 Prozent der Nutzer Männer. Unter den 20- bis 29-jährigen Männern spielte 2025 jeder dritte täglich.

Diese Gruppe arbeitet. 43,7 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz sind zwischen 15 und 39 Jahre alt, rund 2,1 Millionen Menschen, zeigt die Arbeitskräfteerhebung von Eurostat auf Basis der Schweizer Daten. Dazu kommt der Zeitpunkt. Das Spiel wird nach Angaben aus dem PlayStation Store voraussichtlich in der Nacht auf Donnerstag freigeschaltet. Donnerstag und Freitag bilden mit dem Wochenende ein langes Spielfenster. Wer am Mittwoch bis drei Uhr spielt, sitzt am Donnerstag um acht müde am Pult.

Eine Schweizer Messung zu Absenzen bei Spielstarts oder Nati-Spielen gibt es nicht. Zum Vergleich: Eine Vollzeitstelle fehlte 2025 im Schnitt 8,1 Tage wegen Krankheit oder Unfall, meldet das Bundesamt für Statistik. Diese Ausfälle kosten die Wirtschaft laut Versicherungsverband rund 12 Milliarden Franken im Jahr. Was eine Stelle insgesamt kostet, rechnet unser Ratgeber zu den Mitarbeiterkosten vor.

Welche Branchen in der Schweiz trifft es am stärksten?

Jene mit jungen Belegschaften, Schichtbetrieb und wenig Reserve. Ein Überblick nach den Daten von Eurostat und BFS:

  • Gastgewerbe und Detailhandel: Je rund jeder siebte Beschäftigte ist unter 25. Fällt am Donnerstag eine Schicht aus, lässt sie sich kaum ersetzen. Im Detailhandel läuft zugleich das Weihnachtsgeschäft an.
  • Logistik und Versand: Black Friday folgt acht Tage nach dem Spielstart, am 27. November. Rund um Black Friday 2025 stellte die Post in neun Tagen den Rekord von 7,9 Millionen Paketen zu, so der Handelsverband. Verkehr und Lagerei haben mit 9,7 Absenztagen schon heute einen der höchsten Werte. Wie hart der Paketmarkt umkämpft ist, zeigt der Paketdienst aus Shenzhen.
  • Bau, Industrie, Handwerk: Im Bau ist gut jeder achte Beschäftigte unter 25, die Branche zählt mit 10 Tagen die meisten Absenzen. Hier geht es weniger um fehlende Leute als um müde. Übermüdete Mitarbeitende haben ein fast doppelt so hohes Unfallrisiko, warnt die Suva. Viele Lernende arbeiten in Berufen mit hohem Männeranteil, von Informatik bis Elektroinstallation, wie auch der Wechsel ins Elektrohandwerk zeigt.
  • IT und Software: Keine Branche hat mehr Beschäftigte unter 50, nämlich 72,6 Prozent. Zugleich fehlen sie am wenigsten, 6 Tage im Jahr. Das Risiko liegt im Homeoffice: Präsenz ist da, Konzentration nicht.
  • Banken und Versicherungen: eher wenig betroffen. Ältere Belegschaften, 6,1 Absenztage, kaum Schichtarbeit.

Ruhig bleibt es vor den Läden. Die Box enthält nur einen Download-Code, der Vorabdownload beginnt am 12. November. Der Ansturm findet im Internet statt, nicht um Mitternacht vor der Ladentür.

Was rät Australiens Arbeitsbehörde, und was gilt in der Schweiz?

Australien und die Schweiz geben beide mindestens vier Wochen Ferien. Beim Zeitpunkt aber liegen sie weit auseinander. In Australien wird der Ferienzeitpunkt vereinbart, und der Arbeitgeber darf einen Antrag nicht «unvernünftig» ablehnen, so steht es in Section 88 des Fair Work Act. In der Schweiz ist es umgekehrt. Der Arbeitgeber bestimmt, wann Ferien bezogen werden, und nimmt auf Wünsche Rücksicht, soweit der Betrieb es zulässt (Art. 329c Abs. 2 OR).

IGN machte aus dem Instagram-Post «Rechtsberatung für alle Arbeitnehmenden». Das ist zugespitzt. Die Behörde erklärt nur, was nicht gilt: Für GTA 6 gibt es keinen gesetzlichen Anspruch, weder bezahlt noch unbezahlt. Das gilt in der Schweiz genauso.

Australien Schweiz
Ferien pro Jahr 4 Wochen mindestens 4 Wochen, bis zum 20. Geburtstag 5 Wochen (Art. 329a OR)
Wer bestimmt den Zeitpunkt Vereinbarung, Ablehnung nur aus vernünftigem Grund der Arbeitgeber, mit Rücksicht auf Wünsche
Unbezahlter Urlaub für ein Spiel kein Anspruch, nur auf Anfrage kein Anspruch, nur nach Vereinbarung
Lohn bei Krankheit 10 bezahlte Krankheitstage pro Jahr (Vollzeit) im ersten Dienstjahr mindestens 3 Wochen, danach länger (Art. 324a OR), oft über eine Taggeldversicherung
Nachweis bei Krankheit auf Verlangen, er muss eine «vernünftige Person» überzeugen nach Vertrag oder Reglement, üblich ab dem dritten Tag

Für Schweizer Arbeitnehmende heisst das: Wer am 19. November frei will, ist noch stärker auf ein frühes Gespräch angewiesen als in Sydney. Für Arbeitgeber heisst es: Sie haben das Instrument in der Hand. Eine frühe Umfrage im Team ersetzt jede spätere Diskussion über Krankmeldungen.

Darf ich mir für GTA 6 frei nehmen oder krankmelden?

Frei nehmen ja, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Krankmelden nur, wer krank ist. Für Arbeitnehmende heisst das:

  • Ferien jetzt beantragen. Je früher, desto eher klappt es. Ein Anspruch auf einen bestimmten Tag besteht nicht, der Arbeitgeber entscheidet.
  • Überstunden oder Gleitzeit nutzen. Wo Gleitzeit gilt, lässt sich ein späterer Beginn am Donnerstag oft mit Plusstunden ausgleichen. Am besten vorher absprechen.
  • Nicht blaumachen. Wer sich krankmeldet, ohne krank zu sein, hat keinen Anspruch auf Lohn und verletzt seine Treuepflicht. Das kann bis zur Kündigung führen. Ein Arztzeugnis schützt nicht sicher: Der Arbeitgeber darf es mit Indizien anfechten, etwa mit Fotos oder Beiträgen in sozialen Medien.
  • Ausgeschlafen erscheinen. Lange spielen ist Privatsache. Am Morgen muss man aber arbeitsfähig sein, vor allem an Maschinen oder am Steuer.

Was dürfen Arbeitgeber in der Schweiz?

Mehr vor dem 19. November als danach. Die wichtigsten Regeln:

  • Ferien: Den Zeitpunkt bestimmt der Arbeitgeber. Er nimmt Rücksicht auf Wünsche, soweit es der Betrieb erlaubt (Art. 329c Abs. 2 OR). Eine Feriensperre für Spitzentage ist zulässig, wenn sie betrieblich begründet und klar kommuniziert ist. Das Bundesgericht bestätigte 2004 die fristlose Entlassung eines Mitarbeiters, der trotz Sperre und Verwarnung in die Ferien ging (BGer 4C.201/2004).
  • Arztzeugnis: Das Gesetz kennt keine Frist. Üblich ist ein Zeugnis ab dem dritten Tag. Per Arbeitsvertrag oder Reglement darf der Arbeitgeber es ab dem ersten Tag verlangen. Wer das für einzelne Tage will, muss es vorher regeln, nicht am Morgen danach.
  • Blaumachen: Lohn bei Krankheit erhält nur, wer «ohne sein Verschulden» verhindert ist (Art. 324a OR). Ein Arztzeugnis ist kein absoluter Beweis, das Bundesgericht lässt Gegenindizien zu (4A_587/2020). Vorsicht aber bei der fristlosen Kündigung: Wer ohne Abklärung entlässt, riskiert eine Entschädigung, wie ein Urteil von 2020 zeigt (4A_485/2019).
  • Überwachung: Systeme, die das Verhalten am Arbeitsplatz überwachen sollen, sind verboten (Art. 26 ArGV 3). Wer im Homeoffice prüfen will, wer wann aktiv ist, bewegt sich schnell ausserhalb des Erlaubten.
  • Übermüdung: Wach bleiben kann der Arbeitgeber niemandem verbieten. Er darf und soll sichtbar übermüdete Mitarbeitende aber ansprechen, besonders an Maschinen oder am Steuer, sagt Anwalt Pierre Derivaz von Angestellte Schweiz im Blick. Die Fürsorgepflicht nach Art. 328 OR gilt auch am 19. November.

Wie stellen sich KMU, Konzerne und Kader darauf ein?

Mit Planung statt Kontrolle. Wer jetzt handelt, hat gut fünf Wochen Vorlauf.

Checkliste für den 19. November

  1. Ferienwünsche jetzt abfragen. Wer am 19. oder 20. November frei will, soll es bis Ende Oktober melden. Lieber genehmigte Ferien als überraschende Krankmeldungen.
  2. Schichtpläne für den 18. bis 20. November absichern. Deputy rät, diese drei Tage als Risikofenster zu behandeln. Eine Reserveperson pro Schicht kostet weniger als eine geschlossene Kasse.
  3. Gleitzeit anbieten. Ein späterer Arbeitsbeginn am Donnerstag, kompensiert in der Folgewoche, entschärft das Problem, ohne dass jemand lügen muss.
  4. Sicherheit vor Präsenz. In Bau, Produktion und Transport: Wer müde ist, fährt keinen Stapler. Vorgesetzte kurz darauf vorbereiten.
  5. Regeln klar sagen, nicht drohen. Ob ab dem ersten Tag ein Arztzeugnis nötig ist, steht im Reglement oder wird jetzt kommuniziert. Spott über «GTA-Grippe» schadet mehr, als er nützt.
  6. Firmennetz entlasten. Das Spiel dürfte über 100 Gigabyte gross sein, offiziell ist die Grösse nicht bekannt. Ein solcher Download gehört nicht ins Firmen-WLAN, eine kurze Weisung genügt.
  7. Black Friday mitdenken. Handel und Logistik planen beide Spitzen zusammen: 19. und 27. November.

Für Kader gilt: Ein offenes Wort wirkt besser als jede Regel. Wer im Team fragt, wer sich auf das Spiel freut, erfährt mehr als jede Statistik. Und wer selbst spielt, muss sich nicht verstecken. Sechs von zehn Menschen in der Schweiz spielen.

Der 19. November wird kein volkswirtschaftliches Ereignis, sondern ein betriebliches. Wer das auseinanderhält, plant richtig: keine Panik wegen einer erfundenen Milliarde, aber ein Blick auf den eigenen Schichtplan.

Häufige Fragen

Wann erscheint GTA 6 in der Schweiz?

Am Donnerstag, 19. November 2026, für PlayStation 5 und Xbox Series X und S. Vorbesteller können das Spiel ab 12. November herunterladen. Freigeschaltet wird es nach Angaben aus dem PlayStation Store voraussichtlich um Mitternacht, offiziell bestätigt hat Rockstar die Uhrzeit nicht.

Was kostet GTA 6 in der Schweiz?

Die Standard-Version kostet 80 Franken, berichtet Digitec. Im Handel ist sie zur Vorbestellung ab rund 73 Franken gelistet. In den USA kostet die Ultimate Edition 99.99 Dollar.

Gibt es GTA 6 für PC oder auf Disc?

Eine PC-Version ist nicht angekündigt. Auch die Box im Laden enthält keine Disc, sondern nur einen Download-Code.

Was hat Australiens Regierung zu GTA 6 gesagt?

Der Fair Work Ombudsman, die australische Bundesbehörde für Arbeitsrecht, erklärte am 7. Oktober 2026 auf Instagram, dass kein gesetzlicher Urlaub für einen Spielstart gilt. Wer frei will, muss den Arbeitgeber fragen und soll den Antrag früh stellen. Rechtsberatung im eigentlichen Sinn ist das nicht.

Darf mein Arbeitgeber Ferien am 19. November ablehnen?

Ja, wenn betriebliche Gründe dagegensprechen. Der Arbeitgeber bestimmt den Zeitpunkt der Ferien und muss Wünsche nur berücksichtigen, soweit es der Betrieb erlaubt (Art. 329c Abs. 2 OR). Eine Feriensperre für einzelne Tage ist zulässig, wenn sie früh und klar mitgeteilt wird.

Ab wann braucht es in der Schweiz ein Arztzeugnis?

Das Gesetz legt keine Frist fest. Üblich ist der dritte Krankheitstag. Arbeitsvertrag, Reglement oder Gesamtarbeitsvertrag können ein Zeugnis ab dem ersten Tag verlangen.

Was passiert, wenn ich mich für GTA 6 krankmelde, ohne krank zu sein?

Dann entfällt der Lohnanspruch, denn Lohn bei Krankheit erhält nur, wer ohne eigenes Verschulden verhindert ist (Art. 324a OR). Wer vortäuscht, verletzt die Treuepflicht. In schweren Fällen hat das Bundesgericht eine fristlose Kündigung gestützt.

Darf der Arbeitgeber im Homeoffice kontrollieren, ob ich spiele?

Nur sehr eingeschränkt. Systeme, die das Verhalten am Arbeitsplatz überwachen sollen, sind verboten (Art. 26 ArGV 3). Kontrollen sind nur aus anderen Gründen und mit klarer Regelung zulässig, etwa im IT-Reglement.

Darf ich in der Pause im Büro spielen?

Die Pause ist Freizeit. Auf dem eigenen Gerät ist Spielen grundsätzlich Privatsache. Auf Firmengeräten und im Firmennetz gilt, was das Reglement erlaubt. Ein Recht auf private Nutzung gibt es nicht.

Wie viel Umsatz bringt GTA 6?

Eine Zahl für das Spiel allein nennt Take-Two nicht. Für das Geschäftsjahr bis Ende März 2027 erwartet der Konzern 8,0 bis 8,2 Milliarden Dollar Net Bookings, nach 6,72 Milliarden im Vorjahr. Der Vorgänger GTA V brachte 2013 eine Milliarde Dollar in drei Tagen.

Kostet GTA 6 die Schweizer Wirtschaft Milliarden?

Dafür gibt es keinen Beleg, weder für die Schweiz noch für die USA. Messbar sind allenfalls Lücken in einzelnen Schichten und Teams. Für die Planung im Betrieb ist das relevant, für das Bruttoinlandprodukt kaum.

Wie viele Menschen spielen in der Schweiz Videospiele?

60 Prozent der 15- bis 75-Jährigen spielen digitale Spiele, rund 3,9 Millionen Menschen (IGEM-Digimonitor 2026). 28 Prozent spielen auf einer Konsole. Bei PlayStation und Xbox sind fast 80 Prozent der Nutzer Männer.

Quellen

  1. Take-Two Interactive, Quartalsergebnisse Mai und August 2026; Rockstar Games, Vorbestellung, 24. Juni 2026 take2games.com · businesswire.com
  2. Take-Two Interactive zu GTA V, 18. und 20. September 2013; Newzoo zur Startwoche von GTA 6, Juli 2026 engadget.com · gameworldobserver.com
  3. Digitec, GTA 6 kostet 80 Franken, 25. Juni 2026 digitec.ch
  4. Fair Work Ombudsman, Instagram-Post «Can you take unpaid leave?», 7. Oktober 2026; Fair Work Act, Ferien und Krankheitsurlaub; Video Games Chronicle, 8. Oktober 2026 instagram.com · fairwork.gov.au · fairwork.gov.au · videogameschronicle.com
  5. Upcomer zu Strauss Zelnick, 29. April 2026; Inven Global zu den Memes von Regierungskonten, Juni 2026 upcomer.com · invenglobal.com
  6. MercoPress zur Milliardenschätzung, 27. August 2026; Task & Purpose zur US Army, 18. August 2026 mercopress.com · taskandpurpose.com
  7. Money zu BambooHR, 14. September 2026; HCA Magazine zu Deputy, 8. Oktober 2026 money.com · hcamag.com
  8. Duhautois und Drut, Economics and Business Letters, 2017 repec.org
  9. IGEM-Digimonitor 2025 und 2026 igem.ch
  10. Eurostat, Arbeitskräfteerhebung 2024 (Schweiz); Bundesamt für Statistik, Arbeitszeit 2025 eurostat · bfs.admin.ch
  11. Schweizerischer Versicherungsverband, Jahresmedienkonferenz, 5. Februar 2026 svv.ch
  12. Suva, Schlafmangel, 12. März 2026 suva.ch
  13. Handelsverband.swiss zu den Post-Paketen rund um Black Friday 2025 handelsverband.swiss
  14. Obligationenrecht Art. 324a, 329a, 329c; Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz Art. 26; Bundesgerichtsurteile 4C.201/2004, 4A_587/2020, 4A_485/2019 fedlex.admin.ch · fedlex.admin.ch
  15. Blick, Interview mit Pierre Derivaz (Angestellte Schweiz), 14. Juni 2026 blick.ch

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