Spotify Apple Podcasts Amazon Music YouTube YouTube Music RSS-Feed

In dieser Folge

  1. ca. 0:36 Wissen Nur Platz 14 bei den Akademikern. Warum die Zahl täuscht und wo es wirklich hakt
  2. ca. 1:31 Briefing Zwei Lücken, 9,2 von 10 Punkten: Was KMU mit WordPress-Website heute tun müssen
  3. ca. 2:11 Macht 7 Milliarden für die Bundes-Cloud. Wo Schweizer Anbieter eine Chance haben
  4. ca. 2:58 China Um 22 Uhr übernehmen in Shenzhen die Roboter die Strasse
  5. ca. 3:28 Wissen Er bat um ein Gespräch, die Firma kündigte fristlos. Das kostet sie rund 30 500 Franken

Heute auf Leitgrad

Abschrift lesen

Guten Morgen, hier ist Merag. Das ist das Leitgrad-Briefing. Heute ist Donnerstag, der 22. Oktober. Das sind die Themen. Nur Platz vierzehn bei den Akademikern. Heute geht es darum, warum diese Zahl täuscht und wo die Schweizer Schulen wirklich ein Problem haben. Danach um zwei kritische Lücken, die fast jede Firmenwebsite betreffen, um sieben Milliarden für die Bundes-Cloud, um Lieferroboter in Shenzhen und um eine Kündigung, die rund dreissigtausendfünfhundert Franken kostet.

Nur Platz vierzehn bei den Akademikern. In einer neuen Rangliste nach Daten der OECD haben in der Schweiz 46 Prozent der Erwachsenen einen Tertiärabschluss, Kanada führt mit 64 Prozent. Die Zahl täuscht: Ein zweijähriges College-Diplom zählt, eine vierjährige Lehre nicht. Im Innovationsindex der Weltorganisation für geistiges Eigentum steht die Schweiz zum sechzehnten Mal in Folge auf Platz eins. Die echte Baustelle liegt in der Volksschule. Die Bildungsausgaben sind seit 2000 von 22,7 auf 41,3 Milliarden Franken gestiegen, doch bei PISA 2025 verfehlen fast drei von zehn Jugendlichen die Mindestziele im Lesen, mehr als vor drei Jahren. Jugendliche mit Migrationshintergrund liegen im Schnitt deutlich zurück. Rechnet man aber Sprache zu Hause und soziale Herkunft heraus, verschwindet dieser Unterschied weitgehend.

Von der Bildung zur Sicherheit: Für fast jede Firmenwebsite gibt es seit gestern ein dringendes Update. Das PHP-Projekt hat am 21. Oktober zwei kritische Lücken geschlossen. Über beide können Angreifer ohne Anmeldung eigenen Code auf einem Webserver ausführen. Betroffen ist jede PHP-Installation, die Webseiten ausliefert, also auch fast jede WordPress-Website. Sicher sind die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35. Wer eine Firmenwebsite betreibt, sollte heute beim Hoster oder bei der Agentur nachfragen, ob das Update eingespielt ist. PHP 8.1 und älter erhalten keine Updates mehr.

Vom eigenen Server zur Cloud des Bundes: Bern schreibt die grösste Beschaffung der Schweiz aus. Der Bund hat die Swiss Government Cloud ausgeschrieben, für bis zu sieben Milliarden Franken über vierzehn Jahre. Es ist die grösste öffentliche Beschaffung der Schweiz. Gesucht sind fünf Anbieter in drei Losen: zwei für eine weltweite Public Cloud, zwei für eine Public Cloud mit Daten nur in der Schweiz und einer für eine Private Cloud in den Rechenzentren des Bundes. Jeder Anbieter kann nur ein Los gewinnen. Für Schweizer Firmen ist vor allem das zweite Los die Chance, sagt der Berner Forscher Matthias Stürmer. Die Präqualifikation läuft sechzig Tage, der Zuschlag ist für Spätsommer 2027 geplant.

Von der Cloud auf die Strasse: In Shenzhen gehört die Nacht den Lieferrobotern. In Shenzhen dürfen fahrerlose Lieferwagen seit März nachts fahren, von 22 bis 6 Uhr. Aus zwei Strecken wurden in fünf Monaten 437, über 170 Wagen sind unterwegs. Ein Wagen schafft so fünf statt drei Touren am Tag. Einer der beiden grossen Hersteller, Neolix, testet seit Dezember 2025 mit der Schweizerischen Post. Die Ortung dafür kommt von Fixposition aus Schlieren.

Zum Schluss ein Urteil, das jeder Chef kennen sollte, bevor er auf Verdacht kündigt. Ein Genfer Uhrenbetrieb vermisst sechzig Gramm Goldspäne und kündigt einem Einrichter fristlos, ohne ihn vorher anzuhören. Das Bundesgericht hat im Mai entschieden: Kündigen auf Verdacht ist erlaubt, sogar wenn sich der Verdacht später nicht bestätigt. Dafür muss der Arbeitgeber aber sofort abklären, was man von ihm erwarten kann. In Genf fehlten das Gespräch mit dem Mitarbeiter, die Auswertung der Videos vom Vortag und die Fragen an den Sicherheitsdienst. Die Firma muss Lohn, Ferien und eine Entschädigung von zehntausend Franken zahlen, zusammen rund dreissigtausendfünfhundert Franken plus Zins. Wer anhört und nachschaut, darf hart durchgreifen.

Die Grafik des Tages. Eine vierjährige Lehre zählt hier nicht Sechs Länder, zwei Ranglisten. In der einen ist die Schweiz Mittelfeld, in der anderen schlägt sie alle. Der Grund steht nicht in der Grafik.

Und das kommt heute. Um 7 Uhr: Mandate statt Titel: Was Verwaltungsrat und Interim wirklich einbringen. Um 10 Uhr: 18 Leute in Zürich entwerfen den Chip. Infineon bringt die Fabrik.

Alle Artikel und Quellen finden Sie auf leitgrad punkt c h. Das war das Leitgrad-Briefing. Einen guten Tag.

Für dieses Briefing setzen wir unter anderem KI ein, auch für meine Stimme. Die Inhalte stammen aus unseren Artikeln, jede Zahl mit Quelle.

Hinweis: Dieses Briefing wird automatisch aus Leitgrad-Artikeln erstellt und mit einer KI-Version der Stimme von Merag Shahzad gesprochen (ElevenLabs).