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In dieser Folge

  1. ca. 0:27 Briefing 12 000 Stellen im Spiel. Das Bankpersonal mischt sich in den UBS-Streit ein.
  2. ca. 1:20 Briefing Migros will zehn Genossenschaften zu einer machen. Entscheiden müssen 2,3 Millionen Mitglieder.
  3. ca. 1:57 Briefing Der Bund zapft das Diesel-Lager an. 45 Millionen Liter bis 22. November.
  4. ca. 2:58 Briefing 63 000 Firmen zahlen ab 2027 nichts mehr für Radio und TV
  5. ca. 3:44 Briefing Worldline hielt über 40 000 Franken zurück. Der Golfclub wartete einen Monat
  6. ca. 4:28 Briefing Der Patch kam am 21. Oktober. Der erste Angriff schon am 17.
  7. ca. 5:05 2 Rappen Die Wirtschaft schafft die Menschlichkeit ab. Und nennt es reibungslos.
  8. ca. 5:43 Bruce-Boye Der dritte Diener hat nichts verloren. Genau das war sein Fehler

Heute auf Leitgrad

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Guten Morgen, hier ist Merag. Das ist das Leitgrad-Briefing. Heute ist Montag, der 26. Oktober. Das sind die Themen. Bei zwei der grössten Arbeitgeber des Landes geht es um Tausende Stellen, bei der UBS im Streit ums Kapital, bei der Migros im Umbau ihrer Genossenschaften. Dazu zwei Nachrichten aus Bern für jede Buchhaltung und zum Wochenstart zwei Kolumnen.

Der Schweizerische Bankpersonalverband warnt die Wirtschaftskommission des Nationalrats. Findet die Politik bei den Kapitalregeln für die UBS keinen tragfähigen Kompromiss, drohten Wegzug oder Verkauf der Bank. Dann wären in der Schweiz zehntausend bis zwölftausend Stellen gefährdet, rund ein Drittel der vierunddreissigtausend UBS-Stellen im Heimmarkt. Das berichtet die NZZ am Sonntag. Der Ständerat hat im September entschieden, dass die UBS ihre ausländischen Töchter zu neunzig Prozent mit hartem Kernkapital unterlegen soll, heute sind es fünfundvierzig Prozent. Die Bank rechnet mit rund sechzehn Milliarden Dollar zusätzlichem Kapital. Der Nationalrat entscheidet frühestens im Dezember. Für KMU heisst das: Erfahrene Fachleute aus Finanzen, Compliance und IT könnten auf den Arbeitsmarkt kommen.

Bei der UBS reden die Angestellten mit. Bei der Migros haben die Mitglieder das letzte Wort. Migros-Chef Mario Irminger will laut SonntagsZeitung die zehn Regionalgenossenschaften zu einer einzigen Genossenschaft verschmelzen. Möglich seien Einsparungen von dreihundert bis vierhundert Millionen Franken, rund dreitausend Stellen in der Verwaltung könnten wegfallen. Bestätigt hat die Migros das nicht. Das letzte Wort haben die Mitglieder: In jeder Genossenschaft braucht es zwei Drittel Ja. Beim Alkohol-Entscheid zweitausendzweiundzwanzig hat das keine einzige geschafft.

Ein Themenwechsel, der jede Firma mit Lastwagen, Baggern oder Lieferwagen betrifft. Der Bund öffnet das Diesel-Pflichtlager. Seit Freitag dürfen bis zu fünfundvierzigtausend Kubikmeter Dieselöl bezogen werden, also fünfundvierzig Millionen Liter, befristet bis zum zweiundzwanzigsten November. Das sind knapp vier Prozent der Dieselmenge in den Pflichtlagern. Gründe sind verspätete Pipelinelieferungen nach Starkregen in Südfrankreich, angespannte Ölmärkte seit Beginn des Iran-Kriegs und das Niedrigwasser am Rhein. Benzin, Heizöl und Flugpetrol sind laut Bund derzeit gesichert. Teuer bleibt der Diesel trotzdem: Im September kostete der Liter laut TCS im Schweizer Schnitt zwei Franken einundvierzig, so viel wie nie. Für Firmen mit Lastwagen, Baggern oder Lieferwagen heisst das: Die Zapfsäule bleibt voll, der Preis bleibt hoch. Jetzt lohnt es sich, die Dieselklauseln in den Frachtverträgen zu prüfen und Offerten mit dem aktuellen Preis zu rechnen.

Der Diesel bleibt teuer. Eine andere Rechnung fällt für viele Firmen ganz weg. Ab dem ersten Januar 2027 zahlen Unternehmen die Abgabe für Radio und Fernsehen erst ab einem Umsatz von 1,2 Millionen Franken. Bisher lag die Grenze bei 500 000 Franken. Rund 63 000 Firmen erhalten damit keine Rechnung mehr, nur noch etwa jedes fünfte mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen zahlt. Ab 2028 plant der Bundesrat einen neuen Tarif mit 60 Stufen, bei dem 97,5 Prozent der Pflichtigen weniger zahlen und sehr grosse Firmen mehr. Grund ist ein Urteil des Bundesgerichts, das den heutigen Tarif als ungleich beurteilt hat. Die Vernehmlassung läuft bis Dienstag, den 27. Oktober, und auch einzelne Firmen dürfen Stellung nehmen.

Geld, das man nicht mehr zahlen muss, ist das eine. Geld, das man nicht bekommt, das andere. Der Zahlungsabwickler Worldline hat dem Golfclub Brigels rund einen Monat lang über 40 000 Franken aus Kartenzahlungen zurückgehalten, berichtete Inside Paradeplatz. Grund laut Worldline: Bei einer internen Prüfung tauchten zwei Bankkonten auf, ein altes und ein neues. Das Vorgehen sei korrekt gewesen, die Dauer und der fehlende Kontakt aber nicht akzeptabel. Inzwischen ist die Sperre aufgehoben. Für jeden Laden und jedes Restaurant mit Kartenterminal heisst das: Kontoänderungen schriftlich ankündigen, den Händlervertrag kennen und eine Ansprechperson haben, bevor etwas passiert.

Bei Worldline lag der Fehler beim Dienstleister. Die nächste Nachricht verlangt, dass jede Firma selbst nachschaut. Amazon hat den ersten Angriffsversuch auf die PHP-Lücken php2shell schon am siebzehnten Oktober beobachtet, vier Tage vor dem Update. Deshalb empfiehlt Amazon, die Protokolle der Webserver ab diesem Tag zu prüfen. Wer erst nach dem einundzwanzigsten Oktober aktualisiert hat, sollte beim Hoster nachfragen: Wann kam das Update, wurden die Protokolle geprüft, gab es Auffälligkeiten? Das Bundesamt für Cybersicherheit kennt bisher keine Angriffe in der Schweiz.

Zum Wochenstart unsere Kolumnen. Reibungslos ist das Leitwort der Tech-Wirtschaft, schreibt Merag Shahzad in seiner Kolumne Zwei Rappen. Nur noch drei Prozent der SBB-Billette werden am Schalter verkauft, ab zweitausendsiebenundzwanzig bleiben hundertzwei Reisezentren. Die Post will bis zweitausendachtundzwanzig noch rund sechshundert eigene Filialen betreiben. Der Klarna-Chef nennt menschlichen Kundenservice eine Sache für VIPs. Shahzad hält dagegen: Die direkte Demokratie lebt von Reibung. Und für KMU wird der persönliche Kontakt zum Angebot, das Grosse nicht mehr liefern.

Bei der zweiten Kolumne geht es um Mut, und sie beginnt mit einer zweitausend Jahre alten Geschichte. Im Gleichnis von den Talenten vertraut ein Mann drei Dienern sein Vermögen an. Zwei arbeiten damit und verdoppeln es. Der dritte vergräbt sein Talent aus Angst und gibt es unverändert zurück. Dabei war schon dieses eine Talent ein Vermögen, rund sechstausend Tageslöhne eines Arbeiters. Florian Bruce-Boye liest darin eine Warnung vor Angst und Bequemlichkeit. Und eine Einladung: Wer glaubt, keine Fähigkeiten zu haben, sollte genau jetzt anfangen, welche zu lernen.

Die Grafik des Tages. Der Löwe sagte Ja, der Deal platzte. Trotzdem rund 370 Filialen

Und das kommt heute. Um halb 7: Bis zu zwölf Jahre für die Familie. Wann fangen Sie an?. Um 7 Uhr: Am 30. September 2027 schliesst e-dec. Drei Wege zu Passar für Importeure.

Alle Artikel und Quellen finden Sie auf leitgrad punkt c h. Das war das Leitgrad-Briefing. Einen guten Tag.

Für dieses Briefing setzen wir unter anderem KI ein, auch für meine Stimme. Die Inhalte stammen aus unseren Artikeln, jede Zahl mit Quelle.

Hinweis: Dieses Briefing wird automatisch aus Leitgrad-Artikeln erstellt und mit einer KI-Version der Stimme von Merag Shahzad gesprochen (ElevenLabs).