Dossier · 2 min ·

Dossier Energie und Rechenzentren: Strom, Netz und Rechenleistung

Wem die Schweizer Rechenzentren gehören, warum der Netzanschluss Jahre dauert und was Strom für die Industrie kostet.

Cover: Leitgrad dossier energie
Aktualisiert am 1. Oktober 2026

Künstliche Intelligenz braucht Rechenzentren, und Rechenzentren brauchen Strom. In der Schweiz wird beides knapp: Anschlüsse ans Netz dauern Jahre, und die grossen Rechenzentren gehören meist ausländischen Firmen. Für die Industrie steigt zugleich der Preis für das Netz.

Dieses Dossier sammelt, was Leitgrad über Strom, Rechenzentren und Rechenleistung in der Schweiz schreibt. Es wächst mit jeder Meldung.

Die wichtigsten Zahlen

  • 259 von 260,7 Megawatt der Rechenzentren, deren Betreiber Kapazitäten publizieren, gehören ausländischen Firmen (Leitgrad-Machtkarte, September 2026).
  • 3 bis 10 Jahre dauert in der Schweiz ein Anschluss ans Stromnetz für ein grosses Rechenzentrum (Leitgrad, September 2026).
  • minus 4 Prozent: So stark sinkt der mittlere Haushaltstarif für Strom 2027. Der Netztarif steigt (Leitgrad, September 2026).
  • 1 KI-Supercomputer steht in der Schweiz, am CSCS in Lugano.

Neu im Dossier

1. Oktober 2026. Die Miete für einen Nvidia-B200-Chip hat sich in sechs Monaten fast verdoppelt, von 4.40 auf 8.08 Dollar pro Stunde, schreibt der Investor Tomasz Tunguz. Gleichzeitig fällt der Preis für dieselbe KI-Leistung laut Epoch AI um rund das 13-Fache pro Jahr. Die Rechnung kippt also zugunsten der Nutzer, nicht der Betreiber. Für die Schweiz zählt die teure Seite: Wer hier Rechenzentren baut, trägt Bau-, Strom- und Netzkosten. Wie stark die Preise für KI-Anwendungen fallen, zeigt unser Text KI wird jedes Jahr 13-mal billiger.

19. September 2026. Crusoe baut Rechenzentren in der Fabrik und stellt sie dorthin, wo Strom frei ist. In der Schweiz dauert allein der Netzanschluss drei bis zehn Jahre: unsere Analyse.

Grundlagen zum Nachlesen

Was wir beobachten

  • Wer die nächsten grossen Rechenzentren baut und woher der Strom kommt.
  • Wie sich die Netztarife für stromintensive Firmen entwickeln.
  • Ob neue Rechner wie Quantencomputer am CSCS Firmen in der Schweiz einen Vorsprung bringen.

Alle Beiträge im Dossier

  1. 19. September 2026 Drei Monate für das Rechenzentrum, drei bis zehn Jahre für den AnschlussCrusoe baut Rechenzentren neu in der Fabrik und stellt sie dorthin, wo Strom frei ist. In der Schweiz dauert ein Netzanschluss drei bis zehn…
  2. 12. September 2026 Der Strompreis sinkt 2027. Für die Industrie ist das die falsche Zahl.Der mittlere Haushaltstarif fällt 2027 um vier Prozent. Möglich macht das allein der Energietarif. Der Netztarif steigt, und genau er hat laut Swissmem den…
  3. 10. September 2026 Machtkarte Rechenzentren: 259 von 260 Megawatt gehören dem AuslandSechs Betreiber publizieren Kapazitätszahlen für ihre Schweizer Rechenzentren: zusammen 260,7 Megawatt, davon 259 in ausländischem Eigentum. Seit dem Verkauf von Green an australische Pensionskassen…
  4. 10. September 2026 Schweizer Solarkerosin: 100’000 Tonnen in Marokko, null in der SchweizSynhelion, ein ETH-Spin-off, hat in Marokko eine Absichtserklärung für die weltweit grösste Anlage für solare Treibstoffe unterschrieben: 100'000 Tonnen im Jahr. In Betrieb ist…
  5. 9. September 2026 Die Schweiz hat einen einzigen KI-SupercomputerAnthropic hat in elf Monaten Rechenleistung für 517 Milliarden Dollar gekauft, 14,8 Gigawatt. Die Schweiz betreibt für KI genau eine Anlage, sagt der Bund.…

Mehr zu diesen Themen

Sie lesen Leitgrad öfter? Bei Google als bevorzugte Quelle markieren

Teilen

Korrekturen und Ergänzungen: Wir arbeiten mit öffentlichen Quellen und Unternehmensangaben. Wer einen Fehler findet oder eine Zahl aktualisieren kann, schreibt an redaktion@leitgrad.ch. Korrekturen kennzeichnen wir im Artikel. Unsere Regeln: Redaktionsstatut.

Weiterlesen

Das Morgen-Briefing

Sie lesen Leitgrad öfter? Bei Google als bevorzugte Quelle markieren